Happy Ostara!

Ostara Frühlings– Tagundnachtgleiche 20./21.03.

 Tag und Nacht sind gleich lang. In perfekter Balance. Ostara ist die Göttin der Fruchtbarkeit. Die Frühlingsgöttin. Die Göttin der Morgenröte und des Neubeginns. Ihr Symbol ist der Feldhase. Seine Vermehrungsfreude verleiht ihm die Symbolik der Fruchtbarkeit und Lebenslust. Der zu Ostern in Form von Osterhasen bzw. als Ostereier aus Schokolade verschenkt wird. Das Leben in sich bergen, dafür steht das Osterei. Das Symbol des werdenden Lebens, aus dem unsere Erde entsprungen ist. Darin spiegeln sich die antiken Fruchtbarkeitsrituale wieder.

Die Stunden des Lichts nehmen stetig zu. Der Lebenssaft bricht mit geballten Energien aus. Die Erde zieht ihr grünes Kleid des aktiven Lebens an. Die Natur versprüht ihren betörenden Frühlingsduft. Wachstum der Bäume. Blütenknospen an den Pflanzen. Die singenden Vögel. All das, kündigt Ostara an!

Besiegt ist die Naturkraft des Winters. Die neue Kraft und Dynamik des Frühlings wird gefeiert. Dies ist die Zeit sich in der Natur aufzuhalten. Sich mit ihr zu verbinden. In ihre sprießenden Kräfte einzutauchen. Gerade die Bäume spielen eine wichtige Rolle. Setz Dich einfach unter einen Baum und meditiere. Spüre die Kraft des Lebens, die von seinen Wurzeln aus, durch den Stamm aufsteigt. Spüre wie die Äste und Blätter mit neuem Leben versorgt werden. Ostara ist auch ein Fest der Bäume!

In der keltischen Mythologie ist dieses Fest das Fest der Morganat. Die Zeitphase der Elfen. Der Zwerge und Feen. Auch die Verehrung deren Plätze und Orte spielen eine große Rolle. Findlinge, Dolmen oder Menhire, die als die Wohnstätten des kleinen Volkes betrachtet wurden, standen für die Verbindung zur Unterwelt. Daraus steigt die Kraft des Lebens und der Erneuerung aus der Tiefe der Erde empor. Die sich mit der spendenden Lebensenergie der Sonne vereinigt. Kraft und Lebensenergie, das ist die Essenz dieses wunderbaren Festes.

Eine besondere Bedeutung wurde auch dem Wasser – Quelle des Lebens – zugewiesen. Noch heute werden in Schottland die Wasserquellen und Brunnen für eine Weihe festlich geschmückt.

Jul der Sonnengott (der an Jul am 21.12. als zarter Lichtbringer geboren wurde) begegnet an Ostara, zum ersten Mal der großen Göttin. Die Göttin, die im Laufe der dunklen Jahreszeit zur Virgo (Jungfrau) reifte.

Erst im 4. Jahrhundert führte die Kirche, das nach den Mondphasen ausgerichtete christliche Osterfest, ein. Zum Einen, weil das genaue Datum des Todes und die “Auferstehung” Jesus (Symbol für die Sonne) nicht mehr exakt zu ermitteln war. (Es ist schon eine große Herausforderung, herauszufinden, wann die Sonne geboren wurde. Da streiten die religiösen Experten heute noch!) Zum anderen, weil man die heidnischen Frühlingsfeste damit endgültig, natürlich nur im Zeichen der Christenliebe und Errettung vor der Hölle, ausrotten wollte.

Mit zweifelhaftem Erfolg, wie man heute sieht: Hast Du schon mal einen Osterstrauß gesichtet, der mit kleinen Kreuzen und dem toten „Jesus“ dekoriert war? Oder man stelle sich das mal in Schokoladenform… . Die Lehre des Todes und der Verdammnis konnte eben niemals die Macht des Lebens überwinden.

Das Ostern der Christen fällt immer auf den ersten Sonnentag, nach der Vollmondin der Ostermondin, der sogenannten Frühlingsvollmondin.

Am Ostertag wird der erste Kräuterschmaus aus den grünen Trieben der ersten sieben Kräuter zubereitet. Immergrüne, bzw. in der Stube vorgetriebene grüne oder blühende Zweige (die Ostermaien), werden mit buntbemalten Eiern und anderen Ostersinnbildern, geschmückt. Auch in den Gärten sieht man immer häufiger buntgeschmückte Büsche. Da stellt sich schon die dezente Frage: ,,Wer überhaupt weiß, was der Ursprung dieser Handlungen ist?“

Uralt ist auch der Brauch des geschmückten Osterbaumes. Ein aus Holzstäben gefertigtes, buntbemaltes Gestell, dass an der Decke aufgehängt oder an die Fensterbank/auf dem Tisch aufgestellt wird. Die Osterklappern und Osterratschen dienten dazu, die Langschläfer aus den Betten zu holen. Sie sollten am Ostermorgen den Sonnenaufgang nicht verpassen.

Bei den Osterprozessionen auf den Hügelspitzen, auf dem Weg zum Sonnenheiligtum, diente der Lärm der Osterplappern dem Aufwecken des Grases. Schon vor dem Sonnenaufgang müssen sich die Mädchen und Frauen mit frischgereinigten Gefäßen auf den Weg zur Osterquelle machen. Dort das heilsame und schönheitsspendende Osterwasser schöpfen. Jedoch behält das Wasser nur dann seine Kräfte, wenn es im tiefsten Schweigen geholt wird. Der Brauch geht auf die Anschauung zurück, dass jeder Brunnen, jede Quelle, in der Osternacht, zum Urbrunnen wird. In manchen Gegenden werden heute noch, in der Nacht die Osterräder zum Tal gerollt. Dabei handelt es sich um schwere Eichenholzräder. Sie werden mit Stroh ausgefüllt, um dieses dann vor dem Herabrollen anzuzünden. Alle Felder, alle Wiesen und Äcker, über die das Rad dann rollt, sollen im Sommer besonders Fruchtbar sein.

Höhepunkte der Osterfeiern sind die immer beliebter werdenden Osterfeuer. Auf ihnen wird häufig eine Strohpuppe verbrannt. So auch bei den  sogenannten „Biikefeuern“ an der Nordseeküste. Dieser Brauch konnte die christliche Zeit nur überleben, indem man den Reifriesen in “Judas” umtaufte. (Judas war derjenige, der angeblich den Jesus verraten hatte.) So wurden die Osterfeuer dann religiös getarnt zu “Judasfeuern”. Ja, und sie sind noch da. Die Judasfeuer.

Bevor die Kirche mit Ihrem verfälschenden Mondkalender den ursprünglichen Jahreskreis durcheinander wirbelten, stand die Zeit zwischen dem Ostara-Fest und dem Wanenfest (Beltane/Walpurgis) ganz im Zeichen der Feld- und Gartenbestellung. Es war daher eigentlich keine Zeit großer Festlichkeiten – sondern brav nach der Kirche Verlangen, zu schuften. Zu schuften, um ja auch die Zwangsabgaben an die Kirche verrichten zu können. Und da die „Heiden“ (wäre immer noch zu ermitteln wie man die Definition „Heide“ einordnet) zum eigentlichen Ostarafest noch immer auf einen Feiertag verzichten müssen, wird bei den meisten, zu den kirchenstaatlich verordneten Festtagen, noch ein zweites Mal Ostern gefeiert.

Und somit machte das Christentum aus dem Ostarafest das Osterfest in dem das Ereignis des Todes und die Auferstehung Jesus (Jesus ist das Symbol für die Sonne) gefeiert wird.

 Hinweis:

 „google“ mal nach der Dokumentation „Zeitgeist“, da wird wunderbar erklärt wie die religiösen Feste/Religionen zustande kamen. Sehr sehenswert!

Gerade Ostara ist ein wunderschönes Beispiel, wie Religionen Feste ausgeliehen haben. Wie heißt es so schön: Gut geklaut ist immer noch besser, als schlecht kreiert!

http://www.youtube.com/watch?v=k54cn1gbIyI

http://www.youtube.com/watch?v=V6Kl5tfsFT4

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