31.10./01.11.: Samhain (Halloween)

In ein paar Tagen findet das alljährliche “Halloween” statt. Man kommt ja an der  tonnenweise Werbung für dieses Fest gar nicht vorbei und ich finde es erschreckend, was der Kommerz aus den Ursprüngen macht…

Samhain, das große Sabbatfest – Hexenfest (Halloween) 31.10./01.11.

 

Das irische Wort „Samhain“, abgeleitet vom altirischen „Samain“, „Samuin“ oder „Samfuin“, bezieht sich auf den 1. November („lathe na samna“ – „Tag des Samhain“) und auf das Fest und die königliche Versammlung, die an diesem Tag („oenaig na samna“ – Samhain Nacht“) im mittelalterlichen Irland stattfanden. Die Wortbedeutung wird als „Ende des Sommers“ zusammengefasst, wobei die häufig anzutreffende Schreibweise mit F eine etymologische Analyse aus „Sam“ („Sommer“) und „Fuin“ („Sonnenuntergang“, „Ende“) nahe legt. Das altirische „sam“ („Sommer“) stammt vom prot-Indoeuropäischen „semo-“ ab. Verwandte Wörter sind das walisische „haf“, das bretonische „hañv“.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Samhain

Noch ein wichtiges Hexenfeste im Jahresverlauf. Sylvester für Hexen – das ist Samhain! Das alte Jahr ist zu Ende. Das keltische Hexenneujahrsfest, ist das endgültige Ende des Sommers. Mit diesem Fest wird die Natur in die stille und starre Jahreszeit verabschiedet. Göttin und Gott fegen mithilfe von Herbststürmen über das karg und kahl gewordene Land. Noch ein Mal wird der Fruchtbarkeit und dem Jagdglück gehuldigt. Es ist die Zeit, die magischen Energien neu aufzuladen. Die neuen jungen Hexen in die Mystik und Magie einzuweihen. Samhain ist die Zeit, in der die „Natur“ ihren Transformationsprozess des Sterbens durchschreitet, um sich auf die Wiedergeburt im nächsten Frühling vorzubereiten. Daher wird der Gott (Sonne/Licht) in die Unterwelt verabschiedet. Welche er durchwandert, bis zu seiner Wiedergeburt durch die Göttin an Yul (21.12.).
Die Natur und alles Leben zieht sich zurück und drosselt seine Energie auf das Minimum. Pflanzen und Tiere suchen den Schutz der Mutter Erde auf und ziehen sich dahin zurück. Dem sicheren Schoß der Mutter Erde. Der Göttin. Die Zeit der Fülle hat sich verabschiedet. Angewiesen ist man auf das, was man sich im Laufe des Jahres erarbeitet hat. Angewiesen, auf die Grundlagen mithilfe man nun die dunkle Zeit des Winters überstehen muss.
Die Zugvögel haben sich in ihr Winterquartier verabschiedet. Und viele Tiere ziehen sich zurück in den Winterschlaf. Die Stille draußen, legt sich über das Land, wie ein feiner Nebel. Die letzten Früchte des Spätsommers werden eingekocht. Die folgenden Monate werden genutzt, um die, Reparatur und Pflege von Gegenständen, die im Frühjahr wieder gebraucht werden, in Angriff zu nehmen. Auch der Mensch zieht sich in sein Zuhause zurück. Die Zeit der Aktivitäten, Unternehmungen und Ausflüge im Freien ist vorbei. Nun ist die Zeit des Nachdenkens. Der Mußestunden im Kreise der Familie und Freunde. Man hält Rückschau auf das vergangene Jahr. Man nutzt die Zeit um kritische Bilanz zwischen Guthaben und Fehler zu ziehen. Unrechte Handlungen sollen erkannt und korrigiert werden. Man ist tiefer mit seinem Inneren und der inneren Stimme verbunden.
Die Nacht von Samhain ist die Nacht, in jener der Nebel zwischen der Welt der Toten und dem Reich der Lebenden sich hebt. Die Nacht in der sich die Tore zur „Anderswelt“ öffnen. Dem alten Glauben nach, können die Verstorbenen in dieser Nacht frei auf der Erde wandeln. Dies ist die Nacht, um der Ahnen zu gedenken. Um uns unserer eigene Sterblichkeit zu vergegenwärtigen. Ins Bewusstsein zu rufen. Eine Nacht, die es uns ermöglicht, unsere Trauer auszuleben. Die Trauer, die wir empfinden, wenn wir uns an die Abschiede von jenen erinnern, die uns lieb und teuer waren.
Jetzt weißt Du, wo Halloween seinen Ursprung hat und was der Kommerz daraus gemacht hat!

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